Ansuchen im Bundeskanzleramt um Anerkennung der Polen in Wien als österreichische Volksgruppe

Das VGG (Volksgruppen - Gesetz) 1976 sieht als Kriterien für die Konstitution einer
"Volksgruppe" u. a. vor:
*) die österreichische Staatsbürgerschaft:
*) eine nichtdeutsche Muttersprache;
*) die "Beheimatung" in einem Teil des Bundesgebietes.

 

Am 12. Jänner 1996, hat der Verband der Polen in Österreich „STRZECHA“  im Bundeskanzleramt den Antrag für die offizielle Anerkennung der „Wiener Polen“ als österreichische Volksgruppe eingebracht. Die Polen weisen auf eine mehr als 100 Jahre lange Tradition ihrer Vereine und Familien in Österreich hin und erwarten sich von einer solchen Anerkennung weniger die finanzielle, als vor allem die ideelle Unterstützung ihrer Ethnie.

Im Jahre  2001 wurde den Vertretern des Verbandes der Polen in Österreich „Strzecha” im Bundeskanzleramt eine mündliche Absage erteilt.

 

Die Antwort von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel war: (Auszug)

"Die Abgeordneten zum Nationalrat Mag. Stoisits, Freundinnen und Freunde haben
am 20. Februar 2001 unter der Nr.1 9341J an mich eine schriftliche parlamentarische
Anfrage betreffend Verweigerung der Anerkennung der polnischen Minderheit in
Österreich als "Volksgruppe" gerichtet.
Diese Anfrage beantworte ich wie folgt:

 Bei den Polen ist im Wesentlichen das dritte dieser Kriterien problematisch. Trotzdem
erheben zumindest Teile der österreichischen Bevölkerung polnischer Umgangssprache
seit einiger Zeit den Anspruch, als Volksgruppe i. S. des Volksgruppen - Gesetzes
anerkannt zu werden“.  

                                                     ( Bundeskanzler Wolfgang Schüssel) 

                                              

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Strzecha - Verband der Polen in Österreich